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Freitag, 26. Mai 2017

*Freitagsfüller*


Ich wünsche allen Lesern hier ein gemütliches Stöbern und ein wundervolles Wochenende !

1.  Bei Milka fällt mir  immer die schöne Farbe Lila ein.
2.  Das Blau der blühenden Kornblumen am Feldrand ist einfach spektakulär.
3.  Ich verstehe nicht, dass viele Menschen kein Buch besitzen und kaum lesen.
4.  Manche Moden sind zeitlos.
5.  Das Gefühl von Wärme tut dem Körper und der Seele gut.
6.  Der heutige strahlende Himmel mit Sonne und Wolken ist wie für mich gemacht.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend auf der Terrasse, morgen habe ich geplant, einen Stadtbummel zu machen und Sonntag möchte ich den warmen Tag geniessen und mich treiben lassen! 

http://scrap-impulse.typepad.com
Wenn ihr mitspielen wollt, könnt ihr die Fragen auch gerne auf euren Blogs beantworten (schreibt die Antworten einfach in Fett und die Vorgaben in normal).
Danke Barbara für Deine heutigen Vorgaben!


Dieses schöne Bild hat mir eine liebe Freundin zur Verfügung gestellt.

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Mittwoch, 24. Mai 2017

*Das Sternenboot*, erschienen im Diana-Verlag

Buchdetails

Rezension

INHALT: Zwei Kinder werden im Jahr 1947 in einem kleinen sizilianischem Fischerdorf am gleichen Tag geboren, aber ihr Lebensstart kann nicht unterschiedlicher verlaufen. 
Nicola, der Junge, stammt aus einer einfachen Familie, wird von den Eltern geliebt und verwöhnt.
Stella , das dritte Mädchen einer Adelsfamilie aus einflussreichem Haus darf nicht im Haus der Eltern aufwachsen, sondern lebt liebevoll aufgezogen bei den Grosseltern und der Tante. 
Das Verständnis für ihre Situation als verstossene, ungeliebte Tochter ( ein Junge wurde erwünscht) kam ihr erst mit fortschreitendem Alter und zieht sich wie ein roter Faden der Traurigkeit durch die Geschichte.
Nicola hat mehr Glück, wird mit Liebe überschüttet von der Mutter, hat dafür aber früh den Vater verloren und wächst zu einem lebenslustigen, fröhlichen jungen Mann heran, dessen liebstes Vergnügen das Tauchen im Meer ist.

Es vergehen Jahre bis sich die beiden Hauptprotagonisten begegnen, aber dann verändert ihre Liebe zueinander alles,,,,,

MEINE MEINUNG:
Das Buch hat mir schöne Lesestunden geschenkt, weitab in einer anderen Welt und Zeit. Der Schreibstil der Autorin ist recht gefällig, einfach zu verstehen und spart nicht mit stimmigen Beschreibungen. Ich bin schnell durch das Buch geflogen und habe mit Stellas Traurigkeit gelitten und  habe mich gleichzeitig an dem fröhlichen Dorfleben erfreut. Die italienische Lebenslust - und Kultur der damaligen Zeit sind wunderschön zu erlesen.  Die Beschreibungen des  blauen Meeres, die harte Arbeit der Fischer, die Hafenatmosphäre und die leidenschaftlichen Tauchausflüge im Meer von Nicola  verflechten sich zu bildhaften Stimmungen im Kopf mit blühenden Zitronenhainen, goldgelben, gesunden Früchten an den Zweigen. Sie tun ein übriges zu dieser Mittelmeerstimmung (ich liebe Zitronen und alles was Frau aus dieser Frucht zubereiten kann). 
Aber in dieser Idylle gibt es auch einige Schatten , die die Bevölkerung belasten. Die Aktivitäten der Mafia, die unglaubliche Armut der Menschen werden von der Autorin glaubhaft und eindringlich beschrieben.
Die Autorin verwendet in ihrem Text viele einfache italienische Begriffe und kleine Sätze in dieser Sprache und das gibt dem Roman einen ganz besonderen Charme.

Ein wunderschöner Roman zum Abschalten, dem ich im Genre Familiengeschichte/Liebesroman gerne fünf *****Sterne gebe.

Vielen herzlichen Dank an den Diana-Verlag für die Bereitstellung dieses traumhaften Rezensionsexemplar.

  

    Dienstag, 23. Mai 2017

    *Die alten Griechen* von Edith Hall, erschienen beim Siedler Verlag


    Buchdetails

    • Erscheinungsdatum Erstausgabe :13.03.2017
    • Aktuelle Ausgabe : 13.03.2017
    • Verlag : Siedler
    • ISBN: 9783827500922
    • Fester Einband
    • Sprache: Deutsch
    Edith Hall, geboren 1959, ist Professorin für Altertumswissenschaften am King’s College in London und zugleich Mitgründerin des Archive of Performances of Greek and Roman Drama an der Universität Oxford. Sie verfasste mehrere Bücher zu Themen der griechischen Geschichte und Literatur, u.a. eine Kulturgeschichte von Homers »Odyssee« sowie eine Geschichte der antiken Sklaverei. 2015 erhielt sie die »Erasmus-Medaille« der Academia Europea für herausragende Verdienste um die europäische Kultur und Wissenschaft.

    REZENSION
    INHALT/KLAPPENTEXT:
    Edith Hall lässt uns die Kraft und Faszination der griechischen Antike neu entdecken
    Sie waren die Erfinder der Demokratie, Begründer der Philosophie, Schöpfer unsterblicher Mythen und Dramen – die alten Griechen haben das Fundament unserer Zivilisation gelegt und somit auch unsere moderne Welt geprägt. Doch was genau war das Erfolgsgeheimnis der griechischen Völker, was hat sie – über alle politischen und kulturellen Grenzen hinweg – angetrieben? Und was verbindet uns mit ihnen? 

    MEINE MEINUNG:
    Ein sehr interessantes Buch und Thema, welches ich aber nur in kurzen Lesezeiten verarbeiten und verinnerlichen konnte. Das ist eben typisch für ein sehr gut geschriebenes Sachbuch. Die Autorin schreibt gut allgemein verständlich, erzeugt bunte Bilder im Kopf und das Buch ist ein Genuss für Bildung und Wissen über die Antike. 
    Die Griechen, ein typisches Seefahrervolk, ( fast alle Grenzen stossen an das  Mittel-Meer)  waren immer schon mit anderen Nationen durch Handel und Informationsaustausch eng verbunden und  all diese Völker hinterliessen ihre Denk-Lebens und Wissensstrukturen eindeutig auch bei dieser Seefahrernation.  Die Autorin verdeutlicht das sehr informativ durch ihre zehn aufgestellten Eigenschaften dieser antiken Gesellschaft. Zum Beispiel sind das Neugier, Lebenslust, grosse Toleranz gegenüber fremden Kulturen und Meinungen, Individualismus, Nicht-Autoritätsgläubigkeit. Sie legten grossen Wert auf Rhetorik und Redefreiheit und waren damals zufällig  das richtige Volk zur richtigen Zeit um all dieses Wissen und Können der Mittelmeervölker zu bündeln und in anderen Kulturkreisen zu verbreiten. Alte Mythen wurden von ihnen gesammelt, weitergegeben und ihre Philosophen haben der Welt zeitlose Werte und allgemeines , vor allem auch philosophisches Wissen vermittelt. Unser heutiges Europa kann viel von dieser Toleranz, Neugier auf fremde Kulturen und Menschen gebrauchen.  

    Ich habe dieses unterhaltsame Sachbuch freudig genossen und vergebe gerne fünf ***** Sterne!

    Herzlichen Dank an die Autorin und den Siedler Verlag in der Randomhouse Group für dieses wertvolle gebundene Sachbuch.


    Montag, 22. Mai 2017

    *Die Taufe* von Ann Patchett, erschienen im Berlin Verlag

    • Erscheinungsdatum Erstausgabe :02.05.2017
    • Aktuelle Ausgabe : 02.05.2017
    • Verlag : Berlin Verlag
    • ISBN: 9783827013446
    • Fester Einband 400 Seiten
    • Sprache: Deutsch

    Ich bin total begeistert von dieser Lektüre, lasse alles *stehenundliegen* um weiterlesen zu können. Das Buch ist keine Schmusefamilien-Geschichte und doch so menschlich erzählt, bereichernd, spannend und lebendig und so ganz anders und besonders,,,,

    Beste Erzählkunst von der Autorin Ann Patchett.



    INHALT/KLAPPENTEXT:
    Wem gehört eine Geschichte eigentlich? Und wer darf sie erzählen?
    Wäre Bert Cousins nicht uneingeladen auf der Taufe von Franny Keating erschienen, all das wäre nicht passiert. Aber noch bevor der Abend hereinbricht, haben er und Frannys Mutter sich geküsst und damit das Ende ihrer jeweiligen Ehe eingeläutet - und beide Familien für immer miteinander verbunden. Die Keating- und Cousinskinder werden zukünftig die Sommer gemeinsam in Virginia verbringen. Sie schmieden über die Jahre ein dauerhaftes Bündnis, sowohl aus Enttäuschung über die eigenen Eltern, als auch aus echter, stetig wachsender Zuneigung. Bis es zwanzig Jahre danach ein neues Familiendrama gibt: "Täufling" Franny hat eine Affäre mit einem berühmten Schriftsteller. Sie erzählt ihm die Keating-Cousins-Story, und plötzlich wird ihrer aller Kindheit die Grundlage für einen unglaublich erfolgreichen Roman. Die unerwünschte Öffentlichkeit zwingt die Geschwister, sich ganz neu mit ihren Verlusten, ihren Schuldgefühlen und ihrer Loyalität auseinanderzusetzen.

    Rezension
    Zitat Seite 95 : Das Bemerkenswerteste an den Keating-Kindern und den Cousins-Kindern war: Sie hassten einander nicht , und so etwas wie Stammesbindungen gab es nicht bei ihnen,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,
    Die Kinder verband ein überbrückendes Prinzip, das ihre potenzielle Abneigung gegeneinander erst gar nicht aufkommen liess: Sie mochten die Eltern nicht. Hassten sie regelrecht. 

    MEINE MEINUNG:

    Ich habe diese mit so viel Herzenswärme, Klugheit und Esprit  geschriebene Geschichte von Ann Patchett ausserordentlich genossen und fand den Schreibstil grossartig, sehr ansprechend und sympathisch.
    Die zehn Personen, sechs Kinder und vier Eltern, die man als Leser während eines sehr langen Zeitraums begleiten darf, ( innerhalb von 50 Jahren), wuchsen in meinem Kopf von Kindern zu sympathischen Menschen mit  einprägsamen Schwächen, wunderbaren Stärken, verständlichen Verhaltensfehlern im Umgang miteinander  und auch liebenswerten Charakterzügen. Es war nicht immer einfach, sich in der Zeit und den dazugehörigen Personen und Orten im einzelnen Kapitel  zu orientieren, aber Ann Pratchett schaffte in jedem Abschnitt  nach einigen Zeilen das erkennende AHA-Erlebnis im Verstehen hervorzuzaubern. Sie schildert zum Beispiel die  in Erwachsenen-Augen brutale Vorgehensweise der grösseren Kinder mit dem kleinen Albie klar und eindeutig, ohne Wertung und Urteil. Ebenso das Verhalten von Albert Cousins, der, aus einer Laune heraus, um dem anstrengendem Familienalltag zu entfliehen , mit seinem Verhalten  auf der Tauffeier von Franny Keating,  eine Folge von Lebens-Katastrophen auslöst. Diese zusammengewürfelte Patchworkfamilie findet im Laufe der Jahrzehnte erstaunliche Verhaltensmechanismen um zu einer grossen, sich akzeptierenden  Familie zusammenzuwachsen. Die unterschiedlichen Portraits und Entwicklungen dieser Menschen zeigen auch ein Gesellschaftsbild  auf, welches sehr real und oft verstörend erscheint, nicht nur auf Harmonie, Anpassung und Normalität ausgerichtet ist. 
    Ann Patchett ist eine tolle Geschichtenerzählerin, die ihre Leser emotional in das Geschehen einbezieht und trotzdem Raum für eigene Gedankenspiele lässt. Man steht als Leser nicht ausserhalb des Buches, sondern wird voll und ganz in die faszinierenden Sichtweisen und Beschreibungen der Autorin hineingesogen. Sie zeigt auch sehr geschickt  auf, wie sich Erinnerungen von Menschen an Kindheit und Bezugspersonen verändern und ein Eigenleben während der Jahrzehnte entwickeln können.


    Für mich war das Lesen dieses  schon ernst geschriebenen Buches ein anregendes und sehr anspruchsvolles Erlebnis, welches trotzdem teilweise auch vergnüglich, mit viel Witz und Humor,  leicht und unterhaltsam erscheinend daher kam.
    Ich möchte es mit ausserordentlich grossartigen fünf ***** Sternen bewerten.

    Herzlichen Dank an die Autorin und den Berlin Verlag für die Bereitstellung des gebundenen Rezensionsexemplar.  


    Freitag, 19. Mai 2017

    *Freitagsfüller*


    Das Wetter hat sich etwas abgekühlt , mir gefällt das sehr gut als Fan vom irischen Wetter und seinen Temperaturen,,,,

    Danke für den Text liebe Barbara!
    http://scrap-impulse.typepad.com/scrapimpulse/

    1.  Meine Füsse haben mich sehr gut durch die Berge getragen!
    2.  Ab und zu Kartoffelchips darf Frau sich ruhig erlauben.
    3.  Ich lernte immer gern in meinem Deutschunterricht, aber es hat wohl nicht ganz gereicht ;-) . 
    4.   Beim Lesen und Schreiben werden meine grauen Zellen hoffentlich immer gut aktiviert.

    5.   Es ist wirklich traurig,  dass es soviel Unruhe, Leid und Krieg zwischen den Nationen gibt.

    6.   Ein Konzert in der Elbphilharmonie möchte ich unbedingt in diesem Jahr noch besuchen.
    7. Was das Wochenende angeht, heute freue ich mich auf einen einen entspannten und gemütlichen Abend , morgen habe ich geplant, einen Ausflug mit meinen Freundinnen nach Erfurt zu machen und Sonntag möchte  ich wieder eine schöne Wanderung in meinem geliebten Reinhardswald machen.


    Mittwoch, 17. Mai 2017

    *Das Scherbenhaus* von Susanne Kliem, erschienen bei carl's books


    • Erscheinungsdatum Erstausgabe :20.03.2017
    • Aktuelle Ausgabe : 20.03.2017
    • Verlag : carl's books
    • ISBN: 9783570585665
    • Flexibler Einband 368 Seiten
    • Sprache: Deutsch

    REZENSION


    INHALT/KLAPPENTEXT:

    Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt,,,

    Meine Meinung:

    Ich bin ziemlich schnell in diese spannende Geschichte hineingekommen. Der Schreibstil war sehr ansprechend, klar, flüssig und einprägsam.
    Die Autorin hat sofort in den ersten Seiten den Spannungsbogen sehr hoch angesetzt mit der unheimlichen Verfolgung Carlas durch einen Stalker über Facebook. Das hat mich beeindruckt, da es ja tatsächlich in unserem Leben real passieren kann. Auch die Verkettung von Technik und Datenapps in der Berliner Wohnanlage haben mir leichte Bauchschmerzen verursacht. Ein Haus, welches mit neuester Technik perfekt ausgestattet ist, löst bei mir sofort Unbehagen aus. 
    Mir erschien die Geschichte allerdings recht offensichtlich erzählt und mein schnell aufkommender Verdacht , wer hinter all diesen merkwürdigen Geschehnissen steckt, bestätigte sich tatsächlich am Ende des Romans. Obwohl ich keine echte Kennerin des Genre eines Psychothriller bin, war mir eigentlich von Anfang klar, wer diese Fäden zieht um Carla zu beeinflussen und zu verunsichern. Beeinflussung und eine immer mögliche gegenseitige Manipulation von Menschen haben diesem Roman sehr viel Raum und Entfaltungsmöglichkeiten gegeben.
    Richtig warm geworden bin ich mit den meisten Charakteren dieser Geschichte leider nicht wirklich. Carla zittert zum Beispiel  vor Angst , wenn der Briefträger kommt und imaginäre Briefe abliefert, ist aber gefasst und behält einen kühlen Kopf, wenn die Schwester vor ihren Augen bei einem gemeinsamen Abendessen in einem Lokal verschwindet und anschliessend tot aufgefunden wird. Dieses Verhalten erscheint mir einfach ein wenig unglaubwürdig. Auch die zarte Liebesgeschichte als Nebenplot zwischen Carla und einem Hausbewohner empfand ich recht farblos, langweilig und ohne Esprit erzählt. 
    Für mich war dieser Roman ein sehr gutes Unterhaltungsbuch, welches einige nette Stunden beschert hat, aber bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

    Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung des guten, unterhaltsamen Rezensionsexemplars.
    Meine Bewertung: Ein gutes Buch, dem ich gerne drei *** Sterne vergebe.







      Dienstag, 16. Mai 2017

      *Es geht weiter...*

      mit Bloggen, Lesen unter dem Baum oder im Garten,,,




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      Freitag, 12. Mai 2017

      *Freitagsfüller*

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      Diese Woche verlief für mich OHNE LESELEKTÜRE UND BlOGGEN ,,, unglaublich - aber wahr ! Und ich habe erstaunlicherweise überlebt !!
      1. Es gibt nichts Gutes , außer man tut es! 
      2.  Wenn Frau möchte geht alles.
      3. Wie konnte ich nur vergessen, wie schön es auf dem Turmhof ist.
      4.  Ich liebe eine Handtasche von  Charlotte. 
      5. Meine Gartenschere ist mein Lieblingsspielzeug.
      6.  Der Eurovision Song Contest interessiert mich nicht. 
      7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bad im Heu , morgen habe ich geplant mit der Familie einen Geburtstag zu feiern und Sonntag möchte ich eine schöne Bergwanderung unternehmen!
      Danke Barbara.


      Freitag, 5. Mai 2017

      *Freitagsfüller*


      1. Ich persönlich glaube, dass es irgendwann wieder einmal warm wird!
      2. Streit um einen anderen, unterschiedlichen Buchgeschmack ist totaler Quatsch.
      3. Meine Nachbarn gehören zu den liebenswertesten Menschen, die ich kenne.
      4.  Nichts in letzter Zeit war ein Fehlkauf.
      5.  Wenn ich frische Blumen kaufe, sind das jetzt am liebsten immer noch Tulpen!
      6.  Rohkostsalat hatte ich gestern zum Abendessen.
      7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Plauderei mit meinen Nachbarn, morgen habe ich geplant, Ruhe zu bewahren ;-) warum auch immer und Sonntag möchte ich einfach nur relaxen!




      Mittwoch, 3. Mai 2017

      *Das Leben wartet nicht* erschienen bei Diogenes

      • Erscheinungsdatum Erstausgabe :22.02.2017
      • Aktuelle Ausgabe : 22.02.2017
      • Verlag : Diogenes
      • ISBN: 9783257069839
      • Fester Einband 304 Seiten
      • Sprache: Deutsch

      REZENSION

      • INHALT:
         Der Roman spielt im Italien zur Zeit der grossen Kinderemigration (1959-1962) vom armen Süden in den  Reichtum und Arbeit versprechenden Norden des Landes. 
        Ninetto, ein kleiner 10 jähriger Junge, mit Spitznamen *Pelleossa, Haut undKnochen* genannt, verlässt seine Familie, sein Dorf wegen Hunger und Armut nach eindringlicher Zureden des Vaters. Er fährt mit einem Bekannten nach Mailand.  Ninetto lebt im *Bienenstock*, dem ärmsten Viertel der Stadt, indem nur Familien aus dem Süden eine armselige  und schäbige Unterkunft finden und schlägt sich mit Botengängen für eine Wäscherei durchs Leben. Er geht nicht mehr zur Schule, obwohl er in Sizilien ein guter und wissbegieriger Schüler war. In sein Tagebuch, welches ihm sein liebevoller Lehrer mitgegeben hat, fügt er ab und zu kleine Worte ein , oder er schreibt eine Postkarte an den Vater und die an einem Schlaganfall erkrankte Mutter, die in einem Heim lebt.
        Wir begleiten Ninettos Lebensweg in dem Buch weiterhin während vieler Jahrzehnte seines Erwachsenen-Lebens als Arbeiter bei Alfa Romeo in Mailand, seiner frühen Heirat mit der fünfzehnjährigen Maddalena und seinem Leben im Gefängnis, das er wegen einer unbedachten Reaktion auch kennengelernt hat,,,, 

        MEINE MEINUNG: Dieser Roman hat mich ausserordentlich  beeindruckt durch seine bildhafte und wunderbar wandelbare Sprache aus zwei Erzählperspektiven, einmal der des Kindes Ninetto und des erwachsenen Ninetto. Der Autor hat in seinem Buch ein skandalöses Thema angesprochen und beschrieben, nämlich Kinderarbeit in Italien Ende der fünfziger Jahre bis  zum Beginn der sechziger Jahre. Diese ehemaligen Kinderemigranten aus Süditalien haben heute ein Alter von 60-70 Jahren erreicht und einige dieser alten Männer hat Marco Balzano in Interviews nach ihren Erinnerungen an diese Zeit befragt, absichtlich nur mündlich, um seinen eigenen Eindruck an diese Gespräche so besser verinnerlichen zu können. Entstanden ist ein berührendes Porträt und Buch zum Gedenken an diese Generation, die so viele Wandel in der Arbeitswelt und im persönlichem Umfeld erlebt hat. Angefangen haben diese Kinder oft mit schlecht bezahlten Botengängen. Mit 15 Jahren konnten sie dann in einer der grossen Industriefabriken um Mailand, Turin, Genua arbeiten.
        Im späteren Arbeitsleben wurden ihre Arbeitsplätze  immer wieder wegrationalisiert und viele blieben *auf der Strecke*. 
        Das Buch ist mit sehr viel Herzenswärme und und menschlichem Empfinden für die Armen  und ihre Kinder in unserer Gesellschaft, speziell Italien geschrieben. Italienisches Flair und Lebensansichten dieser Generation  ( z.B.ein Mann besitzt ein Messer) hat der Autor sehr gut zusätzlich in dieser Geschichte eingeflochten.
        Das Bedrückende an dieser Lektüre: die Geschichte wiederholt sich offensichtlich. Heute wohnen und leben in diesen Wohnsiedlungen der Grossstädte, auch *Bienenstöcke* genannt, wieder Flüchtlinge, diesmal aus aller Welt in allen Hautfarben, aus allen Nationen und versuchen Ihr Auskommen für sich und ihre Kinder im reichen Europa zu finden. 

          
        Meine Bewertung: ein ausserordentlich grossartiges Buch!  FÜNF *****STERNE

        Herzlichen Dank an den Autor und den Diogenes Verlag für dieses beeindruckende Rezensionsexemplar!