ÜBER MICH:
Ihr möchtet sicher wissen, wer in diesem Literaturgarten arbeitet und ich versuche ein wenig über mich zu schreiben. Bücher haben mich von kleinauf fasziniert und auch heute gehören sie immer noch zu meinen täglichen Begleitern. Inzwischen bin ich dreiundsechzig (63 ) Jahre alt und ich liebe es über das Lesen mit anderen Menschen zu kommunizieren,,, egal ob jung oder alt. Meine anderen Interessen gehören der Natur, dem Garten, dem Fotografieren und natürlich meiner lieben Familie ( Ehemann, erwachsene Kinder und Enkel), die oft den Kopf schüttelt über meine geistige Abwesenheit ;-) , aber es sehr lieb toleriert. Über jeden Kommentar von meinen Lesern freue ich mich und er wird natürlich beantwortet,,,,

Impressum: Bitte nach unten scrollen !

Sternchen

Meine vergebenen Sterne bedeuten:
***** Ein großartiges Buch!
**** Ein tolles Buch mit kleinen Schwächen!
*** Ein gutes Buch!
** Ein Buch, welches mich nicht begeistern konnte!
* Ein Buch, welches mir gar nicht gefiel!

Freitag, 31. März 2017

*Freitagsfüller*

Quelle:http://scrap-impulse.typepad.com
Barbara schenkt uns jeden Freitag einen Lückentext zum Ausfüllen!
Das Fett Gedruckte sind ihre Vorgaben...
Vielen Dank Barbara!



1. Tief durchatmen und heute einmal etwas ganz Ungewohntes ausprobieren. Alles ist möglich! 
2. Siehe oben bei eins und darum sagt man : "sag niemals nie"!
3.  Was ist, wenn  man jede Verantwortung einfach abwirft? 
4. Diese Gedanken sind wohl abenteuerliche Gelüste
5. Mein Fernseher dümpelt so vor sich hin und ist eifersüchtig auf die vielen Bücher in meinem Regal.
6. Lesen ist wie ein Kurzurlaub.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf lesen ,morgen habe ich geplant  eine Freundin zu besuchen und Sonntag möchte ich endlich einmal die Ruhe in meinem Garten geniessen können, da jeder Maschinenlärm von Laubsaugern, Rasenmäher, Kärchern u.s.w. verboten ist. Juhuuuu,,, ein sinnvolles menschenfreundliches Gesetz !
Das Wetter wird prima, allerdings werden sich wohl viele Grillwolken am blauen Himmel zeigen.



Dienstag, 28. März 2017

*Die Zitronenschwestern* erschienen im Penguin Verlag


Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :13.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 13.03.2017
  • Verlag : Penguin
  • ISBN: 9783328100409
  • Flexibler Einband 448 Seiten
  • Sprache: Deutsch


Eine richtig romantische Lektüre bei den heutigen Temperaturen in der Mittagssonne auf der Terrasse!

Auszug aus dem Klappentext:
Eine geheimnisvolle Insel.
Der Duft der Erinnerungen.
Und eine unvergessene Liebe...

Rezension folgt....

INHALT: Die junge Elettra hat von ihrer sterbenden Mutter als Vermächtnis eine hochverschuldete Bäckerei geerbt und hätte doch eigentlich lieber ein Journalistenstudium absolviert. Kochen und Backen hat ihr noch nie Freude bereitet, im Gegensatz zu ihrer Mutter, die eine leidenschaftliche Bäckerin und Köchin war. Aber das kostenintensive Studium konnte die kleine Familie nicht finanzieren. Das Verhältnis zur Mutter war etwas gespannt durch diese verschiedenen Lebensvorstellungen, ausserdem hat die Mutter in keinster Weise Elettra’s Fragen nach ihrem Vater und dessen Herkunft beantwortet. Sie bekommt nur einen Hinweis , dass all ihre Neugier auf der sonnigen Mittelmeerinsel  *Insel der Witwen* beantwortet werden würde. Kurzerhand reist sie dorthin, lässt ihre im Koma liegende Mutter zurück ,  wohnt in einem entweihten Kloster mit drei anderen Frauen, trifft den Künstler Adrian, der ihr bei der Lüftung aller Geheimnisse und Geschehnisse der Vergangenheit helfen soll….

MEINE MEINUNG: Das hübsch illustrierte  blaue Cover  mit den knalligen Zitronen vermittelt sofort Sonne, Wärme, Mittelmeeratmosphäre. Die wunderschönen, sehr leckeren und gut nachkochbaren Rezepte, die ich sofort beim ersten Durchblättern entdeckt habe, motivieren sofort mit dem Lesen loszulegen. Man hat das Gefühl mit der Nase viele wunderbar aromatische Düfte wie Anis, Zitrone, Vanille, zu erschnuppern.  Doch eine leichte Enttäuschung machte sich schnell bei mir breit. Der Schreibstil war teilweise zu langatmig, hat mich den Protagonisten gar nicht näher gebracht. Vor allem die am Anfang des Buches kühle Mutter-Tochter-Beziehung hat mich befremdet. Kann man (Frau) es aushalten die sterbende,  eine im Koma liegende Frau  und Mutter mit  so wenigen Gedanken und Emotionen zu beachten? Okay, das mag es geben. 
Der Aufenthalt und die Geschehnisse im verlassenen Kloster dieser merkwürdig unfreundlichen Insel kamen mir dann doch sehr fiktiv und an den Haaren herbeigezogen vor. Der ganze Schreibstil ist sehr einfach und locker gehalten, fast kitschig, begeistert nur zeitweise und reisst den Leser nicht mit auf diese imaginäre Mittelmeer - Insel. Spannung baut sich kurz auf - und wieder ab. Drei naive ,unerfahrene Frauen, die ein seit Jahrhunderten verfallenes Kloster und Anwesen mit kurzfristigen, nur einige Wochen dauernden Aktionen wie Marmeladen kochen, Honig herstellen und Duftsäckchen nähen, vor dem Ruin bewahren wollen - sind schlichtweg für mich zu unglaubwürdig und blass von der Autorin gezeichnet.  Merkwürdigerweise sind in dem Buch auch wunderschöne Landschaftsbeschreibungen enthalten, die sich wie aus einer anderen Feder stammend lesen. Das hat mich wieder mit dem Buch versöhnt. Genau wie die feinen Rezepte. 
Dieser Roman ist eine leichte, schnell zu lesende Lektüre, die man in der Sonne geniessen kann. Vielleicht mit einer leckeren Zitronenlimonade . Es ist trotz einiger Ungereimtheiten ein gutes Buch, dem ich drei Sterne gebe.
Vielen herzlichen Dank an die Autorin und den Penguin Verlag für dieses ansprechende Leseexemplar.
***


Montag, 27. März 2017

*Leipziger Buchmesse 2017*

Gisela vom Lesehimmel hat perfekt mit Worten und Bildern von der Buchmesse berichtet... klickt einfach auf den Link!
https://lese-himmel.blogspot.de/2017/03/leipziger-buchmesse-2017-freitag.html?spref=fb

https://lese-himmel.blogspot.de/2017/03/leipziger-buchmesse-samstag-2017-tag-2.html?spref=fb

Ich habe mich riesig gefreut, den drei Bloggerinnen  Anja , Conny und Gisela zu begegnen!
Schön, aber viel zu kurz war es mit Euch!!!!

Ich hab vor Staunen, Lesen, Schauen mal wieder vergessen Fotos zu machen,,,, zum Trost drei Ostereier,,,

Auf obigen Link müsst ihr unbedingt klicken. Dort hat meine liebe Bloggerfreundin Anja vom kleinen Bücherzimmer vier lebenssprühende und begeisternde Berichte über ihre Buchmesseerlebnisse gepostet. Danke liebe Anja für die ausführliche Mühe!

Diesem Buch konnte ich beim Suhrkamp Verlag nicht widerstehen und habe es mir gekauft.

Unter dem Link findet ihr eine Leseprobe





Freitag, 24. März 2017

*Freitagsfüller*

1. Das Leben könnte einfacher sein, wenn alle Menschen nicht so wankelmütig in ihren Entscheidungen wären.
2. Ein hartgekochtes Osterei schmeckt für mich nach Frühling.
3.  Meine Osterdeko mag ich immer wieder neu gestalten.
4.  Mein neues Gartenprojekt, wird es jemals fertig werden? 
5. Ich könnte jetzt gerade mal vom PC aufstehen nach dieser Aktion hier ;-)
6. Wanderkraxen sind meine bequemsten Schuhe.
7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Kofferpacken, morgen habe ich geplant,  auf die Buchmesse zu gehen und Sonntag möchte ich in Leipzig herumbummeln.


Mittwoch, 22. März 2017

*Der Tag ,an dem der Sommer begann*, erschienen im Diana Verlag

 
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :13.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 13.03.2017
  • Verlag : Diana
  • ISBN: 9783453359123
  • Flexibler Einband 432 Seiten
  • Sprache: Deutsch
REZENSION

Fallen und Auffangen - eine zweite Chance!

INHALT: Die achtzigjährige Honor stürzt in ihrem eigenen  Haus die Treppe hinunter und zieht gezwungenermassen zu ihrer ungeliebten Schwiegertochter Jo , den Kindern Oscar und Iris, Jo`s Kindern aus zweiter Ehe sowie Enkelin Lydia.
Deren Vater, Honor`s Sohn Stephen, Jo`s Ehemann aus erster Ehe und Lydias Vater verstarb vor zehn Jahren bei einem Sturz und Unfall von einer Brücke. Die alte Dame hat es nie geschafft sich seelisch vom geliebten, nun verstorbenen Sohn zu trennen und  dessen Ehefrau Jo und Enkeltochter Lydia liebevoll anzunehmen und zu akzeptieren. Auch die zweite Ehe, (leider gescheitert durch die Untreue von Jo´s zweitem Ehemann Richard zu einem Au-Pair Mädchen)  wurde von Honor nur mit Misstrauen und Verärgerung geduldet. Aus dieser Ehe stammen die lieben, quirligen und  lustigen Kleinkinder Oscar und Iris. Die drei Frauen-Generationen leben nun als Patchwork-Grossfamilie zusammen samt Kleinkindern , ohne männliche Mitbewohner in einem Haus. Jede Generation lebt allerdings mit einem eigenen, persönlichem GEHEIMNIS, vom dem die anderen nichts ahnen,,,

MEINE MEINUNG:
Das schön gestaltete Cover des Taschenbuches und der Titel haben mich sofort angezogen , obwohl der Titel im Nachhinein für mich nicht ganz schlüssig zum Inhalt des Buches passt. Wobei man den Begriff *Sommer* allerdings mit den Ausdrücken Neubeginn, Aufbruch gut assoziieren kann. Die Autorin hat ein sehr flüssig und gut zu verstehendes, sympathisches Buch geschrieben und dabei jeder Frau abwechselnd die Kapitel, versehen mit ihrem jeweiligen Namen und Erleben, zugeordnet. Die Charaktereigenschaften, Gedankengänge der achtzigjährigen, kranken, verbitterten alten Dame, die ungern ihren Sohn mit der in ihren Augen unfähigen Schwiegertochter Jo teilen musste, werden klar, eindeutig und immer wieder erkennbar gezeichnet.  Die positiv denkende und praktisch veranlagte Jo wird sympathisch als liebevolle Mutter und auch aktive Frau dargestellt, die ihre Kinder zu gern mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt und meint, dadurch eine Lebenshilfe vermitteln zu können.
Lydia verkörpert  perfekt die junge dem Internet und Facebook zugewandte Generation, die aber auch schwierige Identifizierungsprobleme aushalten muss, von denen Mutter und Grossmutter nichts ahnen. Diese drei Hauptprotagonisten wurden von der Autorin mit tiefgründigen Charakteren ausgestattet, in deren Erleben man sehr gut eintauchen kann. 
Wir erleben *Empathie ,Liebe und Emotionen* die sich in vielerlei Facetten und Arten entwickeln. Das macht dieses Buch so abwechslungsreich, spannend, und sehr lesenswert. Diese Lektüre hat mir grosse Freude bereitet, auch der schmerzvolle innere Entwicklungsprozess der Protagonisten, das Akzeptieren anderer Denkweisen, Wertevorstellungen und Lebensformen gehören natürlich dazu. Es handelt auch von Verlust, Neubeginn und Mut im Aufbau von neuen Beziehungsgrundlagen zueinander. Aber die wahren, persönlichen Geheimnisse der DREI müsst ihr nun selber herausfinden,,, 

Vielen herzlichen Dank an die Autorin und den DIANA-VERLAG für das Leseexemplar und das berührend gefühlvolle Leseerlebnis!
Ich vergebe gern fünf Sternchen.
*****

  •                                     

Samstag, 18. März 2017

Regen,,,Lesezeit!

So war es heute und morgen wird es auch so werden!





Freitag, 17. März 2017

*Freitagsfüller*

1.  Die ersten Frühlingstage  sind einfach wundervoll .
2. Ich hasse saubermachen.
3. Ich habe dieses Jahr noch nicht viel im Garten gearbeitet.
4. Gute Laune machen mir Frühlingsblumen .
5.  Bei gutem Essen werde ich schwach. .
6.  Gestern Abend war so ein Moment bei meiner Freundin.  
7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf gute Gespräche, morgen habe ich geplant einen Stadtbummel zu machen und Sonntag möchte ich den Tag mit der Familie geniessen !

Quelle: http://scrap-impulse.typepad.com/scrapimpulse/freitags-füller/

Vielen Dank an Barbara, der immer etwas einfällt....




Mittwoch, 15. März 2017

Alt? von Franz Hohler, erschienen bei Luchterhand

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :27.02.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 27.02.2017
  • Verlag : Luchterhand
  • ISBN: 9783630875446
  • Fester Einband 96 Seiten
  • Sprache: Deutsch
MEINE MEINUNG:
Der Anblick des schlichten, handlichen Gedichtbandes, das Cover in dezenten Farben gehalten und mit dem Titel Alt? beruhigt sofort und führt den Leser sanft in dieses heikle Thema Älterwerden, Altsein ein.  Aber ist es überhaupt heikel? Ich denke NEIN! Franz Hohler zeigt in seinen sehr einfühlsamen, prägnanten Gedichten auf , dass aller unser Leben der Veränderung unterliegt. Verschiedene Perspektiven des Lebens schildert er in ruhiger Beobachtung und erzeugt durch wenige Worte sehr viele bunte Bilder und Gedanken.  Es ist eine lebenskluge, ruhige Gelassenheit , die seine Gedichte so ausserordentlich schön, liebenswert und lesenswert  machen. Sie lesen sich wie ein Reigen über die Welt, beinhalten menschliche Beziehungen zueinander, Achtsamkeit gegenüber der Natur, persönliche Alltagsbeobachtungen, vergebene Chancen. Er spielt mit Worten auf eine leise und kluge Weise, vergisst aber das Heute und Jetzt nie und erinnert den Leser daran, jeden Moment seiner Zeit zu nutzen. Ein Bekenntnis zum *Carpe Diem*. Seinen unverkennbaren Humor kann man auch auf der Rückseite des Buches lesen. 
ZITAT: Achtung! 
            Wenn du das Alter betrittst
            setz den Helm auf

            es herrscht
            Steinschlaggefahr.

Vielen herzlichen Dank an den Autor und den Verlag für die Bereitstellung des wunderbaren , gebundenen Gedichtbandes, das ich gerne mit mehr als fünf Sternen bewerten würde.
*****



                         

Montag, 13. März 2017

So beginnt meine Lesewoche,,,

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :13.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 13.03.2017
  • Verlag : Diana
  • ISBN: 9783453359123
  • Flexibler Einband 432 Seiten
  • Sprache: Deutsch
Franz Hohler wurde 1943 in Biel, Schweiz, geboren, er lebt heute in Zürich und gilt als einer der bedeutendsten Erzähler seines Landes. Hohler ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem Alice-Salomon-Preis und den Johann-Peter-Hebel-Preis. Sein Werk erscheint seit über vierzig Jahren im Luchterhand Verlag.

Freitag, 10. März 2017

*Freitagsfüller*

Quelle: http://scrap-impulse.typepad.com/scrapimpulse/

1.  Meine Füße  tragen mich heute zum Wochenendeinkauf.
2.  Menschenrechte mit Füssen treten und dann dort Urlaub machen, wie passt das zusammen?
3.  Ich könnte eigentlich mal wieder einen ausgedehnten Waldspaziergang machen .
4.  Die Luft ist  so verführerisch .
5.  Es gibt keine Begrenzungen für Gedanken. Ein Glück!
6.  Meine Freundin hat einen perfekten Garten , wie macht sie das ? 
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Nichtstun , morgen habe ich   geplant ,ins Theater zu gehen und Sonntag möchte ich in den Tierpark !


Donnerstag, 9. März 2017

*Eine englische Ehe*, erschienen im Piper-Verlag



Das Buch entwickelt einen unwiderstehlichen Sog auf mich,,,die Frau und Mutter taucht nach zwölf Jahren plötzlicher Abwesenheit auf der anderen Strassenseite auf .. der Ehemann, ein Literaturprofessor (der lockeren Art im Umgang mit hübschen, jungen Studentinnen, ihr wisst sicher was ich meine) sieht es, ist schockiert , läuft ihr nach - sie bleibt wieder verschwunden, wie vor zwölf  Jahren. Was zu dieser Zeit niemand weiss, auch die Kinder noch nicht: Vor zwölf Jahren hat sie ein Resüme über ihre Ehe auf vielen Zetteln geschrieben und in SEINEN Büchern hinterlassen,,,,,,ich leide beim Lesen mit allen Protagonisten  und bin trotzdem hoffnungsvollen Mutes auf eine gute Wende,,,


                                                                                                      Rezension

INHALT:  Ingrid , Mutter von zwei Töchtern, taucht nach zwölf Jahren plötzlicher , ungeklärter Abwesenheit in den Blickwinkel von Gil auf . SIE steht auf der anderen Strassenseite einer Buchhandlung am Meer.  ER, der Ehemann Gil, schaut aus dem Fenster, ist schockiert , läuft ihr nach .  ER ist ein Literaturprofessor und Schriftsteller der lockeren Art im Umgang mit hübschen, jungen Studentinnen.  SIE bleibt wieder verschwunden, taucht nicht auf, wie vor zwölf Jahren -  ist trotz aller Bemühungen nicht aufzufinden. 
Was zu dieser Zeit niemand weiss, auch die Kinder nicht: Vor zwölf Jahren hat sie ein Resüme über ihre Ehe in Vergangenheitsform aufgeschrieben,  auf vielen Zetteln in Briefform an Gil gerichtet und sie in SEINEN Büchern hinterlassen.  Es bleibt auch im Lauf des Romas ein wenig unklar , was Mann und Kinder davon wirklich finden und lesen.   Der Leser verfolgt in diesen Briefen IHR persönliches  Innenleben und vor allen Dingen IHRE Empfindungen über das Eheleben mit dem eigenwilligen und dominanten Schriftsteller und Frauenverführer Gil.  Gil hat ein eigenes Schreibhäuschen am Meer, abseits im Garten gelegen, in dem Frau und Kinder unerwünscht sind.  Ausserdem verlässt er seine Familie oft aus verschiedenen Gründen, manchmal beruflicher Art, manchmal um sich einfach rücksichtslos aus privaten Motiven  mit verschiedenen Frauen zu treffen. Ihr einziger Halt , ihr Ehemann entzieht sich und lässt sie einsam und voller Probleme mit sich und den Kindern  in einem wunderschön gelegenem Haus am Meer zurück.  Das Schwimmen,ihr liebstes Hobby am Meer, welches Gil ihr aus unerfindlichen Gründen verbieten möchte , geben ihr Kraft und Durchhaltevermögen in dieser ungleichen Lebenskonstellation.

MEINE MEINUNG: Beim Betrachten des schön gestalteten Cover und Titels, ein gebundenes Buch , mit einem traditionellen Lesebändchen versehen , kam mir die leise Ahnung, dass es hauptsächlich um Leben und Geschichte der  Frau geht ,natürlich bezugnehmend auf den Ehemann und die gemeinsame Ehe.  Der Roman fängt mysteriös und geheimnisvoll an, ist fast wie ein Krimi aufgebaut und spielt in zwei Zeitebenen. Einmal in der Beschreibung des Vergangenen anhand der Briefaufzeichnungen von Ingrid. Zweitens nach zwölf Jahren, die Zeit beschreibend , die Gil mit den Kindern allein verbringt. Ich bin schnell mit den Hauptprotagonisten Ingrid, Gil und den Kindern Nan und Flora vertraut geworden, dank der flüssigen, spannenden, einfühlsamen und sehr angenehm zu lesenden Schreibweise der Autorin. Das Hineinstolpern der jungen, naiven Studentin Ingrid in die Ehe mit dem sehr viel älteren Gil, hat mich betroffen gemacht.  Ihre realen  Erfahrungen mit dem Alltag einer sehr jungen , unerfahrenen Mutter, der niemand beistand, haben mich sehr berührt. Eigentlich passiert alles so, wie es Louise,  eine alte Studienfreundin von Ingrid immer warnend prophezeit  hat.  Gil’s Liebe würde verfliegen und Ingrids Enttäuschung würde ihre Wünsche und Hoffnungen an das Leben  zerstören.
Beim Lesen hat sich bei mir immer mehr Entrüstung aufgebaut  gegenüber dieser Art von Ehe.  Eine englische , kühle Ehe!  Ingrid leidet unter der Vernachlässigung durch ihren Ehemann. Die Autorin hat es geschafft, dieses mit jedem Brief von Ingrid an Gil deutlicher werden zu lassen. Eindringlich fordert Ingrid seine Rückkehr, konnte sich ihm persönlich und verbal wohl mit ihren Wünschen  nicht öffnen. Die Briefnotizen werden bitterer, enttäuschender und ich habe mit Ingrid gelitten und auf Veränderung gehofft. Mit viel Einfühlungsvermögen und sehr guter, intensiver Erzählweise hat Claire Fuller diese  traurige Entwicklung beschrieben. Das Buch behandelt die typischen Eheprobleme, wie Untreue, Enttäuschung, Verletzung , Unverständnis für den Partner und seine Wünsche .  Die Briefaufzeichnungen wurden von Ingrid in einer sehr kurzen Zeitspanne geschrieben, sozusagen eine Abrechnung mit dem Eheleben, kurz vor ihrem  mysteriösem Verschwinden vom Strand des Meeres. Trotz allem hat sich jedes Mitglied dieser  Familie in seiner Persönlichkeit zum Positiven weiterentwickelt,  vielleicht gerade auch weil das Familienleben nie glatt und heil verlaufen ist. Ich habe mir beim Lesen oft  die Frage gestellt, ob die Hoffnung auf eine gute, konventionelle Ehe überhaupt für die meisten Menschen erstrebenswert ist. 
Das Ende des Buches tröstet aber den Leser und hat einen sehr überraschenden Ausgang, von dem ich hier natürlich nichts verraten werde.


Ein grossartiges Buch, dem ich mit Begeisterung fünf Sterne geben möchte.
Vielen herzlichen  Dank an die Autorin und den Piper-Verlag für das  gebundene Leseexemplar!
*****

Sonntag, 5. März 2017

*Als die Sonne im Meer verschwand* erschienen im Diana-Verlag

                                                                 



                                                                         
 

Buchdetails


  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :18.05.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 11.10.2016
  • Verlag : Diana
  • ISBN: 9783453359147
  • Flexibler Einband 400 Seiten
  • Sprache: Deutsch


Rezension

KLAPPENTEXT/INHALT: In einem malerischen Dorf (Beit Daras) in Palästina wachsen die Geschwister der Familie Baraka auf. Doch an einem Tag im Jahr 1948 geht ihre Kindheit jäh zu Ende. Israelische Soldaten stecken ihr Haus in Brand und zwingen sie gewaltsam zur Flucht. Nazmiyya versucht, dem Leid der Flüchtlingslager zu trotzen, Mamduh zieht bis ans andere Ende der Welt. Sie verlieren ihre Familie, ihre Heimat und einander – nie aber die Hoffnung. Und Hoffnung ist es auch, die sechzig Jahre später Mamduhs Enkelin aus Amerika nach Gaza führt …

MEINE MEINUNG:
Drei bis vier Generationen habe ich die Geschichte dieser zersprengten Familie in Flüchtlingsheimen ,Kinderheimen,Pflegefamilien, im Ausland, im Gaza-Streifen verfolgt. Der Roman war nicht immer einfach zu lesen, da von der Autorin sehr viele arabische Namen für Gefühlsbeschreibungen, Verwandtschaftsbeziehungen und Handlungen verwendet werden. Der Nahostkonflikt zwischen Palästinensern und Israelis wird sehr einseitig und mit  einem absoluten Feindbild, nämlich den Israelis, geschildert. Ohne das hinten im Buch stehende Glossar hätte ich mir auch kein gutes Bild des Geschehens vom Roman machen können. Ab der Mitte des Buches wurde es mir einfach zuviel. Zuviel beschriebene Grausamkeiten, zuviel Tod, zuviel Angst, zuviel Vertreibung, zuviel Demütigungen, zuviel aufeinander folgende Schicksalsschläge für die Familie, die neben Krieg, Flucht, Missbrauch, Verbannung, Gefangenschaft und Tod auch noch Krankheiten beinhalteten. Abmildernd wirken dann wieder die mystischen Erzählungen von Dschinns, Träumen und poetischen, blumigen Sätzen und kleinen Erzählungen am Beginn jedes neuen Kapitels . Die starken, einfachen Familiencharaktere der Frauen und die Beziehungen von Geschwistern, Eltern, Tanten, Onkel und Cousins zueinander werden herzlich und berührend beschrieben. Ein undurchdringliches Geflecht von Gefühlen und auch Abhängigkeiten der verschiedensten Familienmitglieder zueinander zeigt sich immer wieder beim Lesen. Die Autorin schreibt zwar flüssig und gut lesbar, aber durch immer wieder kehrende Zeitsprünge muss man sich im Kopf zusätzlich eine eigene Geschichte des Geschehens zusammenschreiben.
Diese Lektüre hat mein Herz sehr berührt und das Schlimme an diesem Roman:
Der Konflikt ist noch lange nicht beigelegt und alle Menschen leiden - auch die Israelis! Die Menschlichkeit und Menschenrechte werden mit Füssen getreten.


Vielen Dank an den Diana-Verlag und die Autorin für die Bereitstellung des Leseexemplar. Ein gutes Buch, welches ich mit drei Sternen bewerten möchte.

Es muss doch Frühling werden,,,,

Und dräut der Winter noch so sehr
Mit trotzigen Gebärden,
Und streut er Eis und Schnee umher,
Es muß doch Frühling werden.

Und drängen Nebel noch so dicht
Sich vor den Blick der Sonne,
Sie wecket doch mit ihrem Licht
Einmal die Welt zur Wonne.

Blast nur ihr Stürme, blast mit Macht,
Mir soll darob nicht bangen,
Auf leisen Sohlen über Nacht,
Kommt doch der Lenz gegangen.

Da wacht die Erde grünend auf,
Weiß nicht, wie ihr geschehen,
Und lacht in den sonnigen Himmel hinauf,
Und möcht vor Lust vergehen.

Sie flicht sich blühende Kränze ins Haar
Und schmückt sich mit Rosen und Ähren,
Und läßt die Brünnlein rieseln klar,
Als wären es Freudenzähren!

Drum still, und wie es frieren mag,
O Herz, gib dich zufrieden,
Es ist ein großer Maientag
Der ganzen Welt beschieden.

Und wenn dir oft auch bangt und graut,
Als sei die Höll' auf Erden:
Nur unverzagt auf Gott gebaut,
Es muß doch Frühling werden.
(1815 - 1884), deutscher Lyriker und Dramatiker

Samstag, 4. März 2017

*Die Frauen von La Principal* erschienen im Insel Verlag


Meine derzeitige Lektüre, fesselnd, bildhaft beschrieben, romantisch, interessant . Der Roman spiegelt Frauenschicksale von drei Generationen auf einem Weingut in Spanien (Katalonien),,,eigentlich möchte ich, dass dieser Roman nicht endet.
So gut gefällt mir diese Heimat Geschichte,,,


                                                               REZENSION

INHALT:
Dieser wunderbare Roman erzählt die Familiengeschichte der Nachkommen des katalanischen Weingutbesitzer Andreu Roderich aus dem Dorf Pous , gelegen in der Abadia. Vier Söhne und die Tochter Maria gehören zur engeren Familie. Das Weingut *La Principal* vererbt Andreu überraschend seiner jüngsten Tochter Maria, entgegen allen Gepflogenheiten dieser Zeit, die es dann durch eigene Anstrengungen schafft, den Betrieb im ausgehenden 19. Jahrhundert mit eiserner Selbstdisziplin und strenger Hand zum Erfolg zu führen. Es ist noch eine Zeit, die stark vom patriarchalischem Gedankengut geprägt war. Maria hatte es als Frau nicht einfach und liess sich sich zum Beispiel in einer Sedia (Sänfte) zum Gottesdienst tragen und erlangte schliesslich den Respekt und Ehrerbietung als Herrin des Weingutes *La Principal* im Dorf Pous.
In diesen Jahren wurden viele Weingüter durch die grassierende Reblausplage vernichtet. Maria schaffte es, den wirtschaftlichen Ruin zu verhindern und vererbte das Gut an ihre Tochter, die zweite Maria. Diese lebte in der Zeit des spanischen Bürgerkriegs und der anschliessenden Franco-Diktatur. Der Roman entwickelt sich dann überraschend auch zu einem Krimi in Verbindung zu Homosexualität in der Gesellschaft, damals ein absolutes Tabu-Thema.
Auch die dritte Maria ist eine begabte Geschäftsfrau, lebt in den Nachkriegsjahren bis hinein in das 21. Jahrhundert und führt das Weingut mit Geschick und Erfolg weiter. 
Verwoben mit dem Leben dieser drei Frauen ist das Erleben und Handeln der Amme Ursula auf La Principal, die als Chronistin und Erzählerin in den verschiedenen Zeitsträngen des Romans auftritt. 

MEINE MEINUNG:
Die Weinberge , flirrende Hitze, ursprüngliche Dörfer, bodenständige Menschen und die alten Weingüter Katalonien, erzeugen eigene, bunte und lebhafte Bilder im Kopf beim Lesen dieses Romans über drei starke Frauengenerationen .Geschickt  und träumerisch lässt der Autor die alte Amme Ursula von den drei Marias erzählen. Am Anfang der Geschichte muss man ein wenig aufpassen um die Zeitstränge und die Maria’s nicht zu verwechseln. Aber der Autor hat die verschieden Zeiten und ihre Besonderheiten sehr gut und atmosphärisch dicht geschildert, so dass eine Vertauschung der Gestalten und Charaktere von Grossmutter, Mutter und Enkelin nicht passieren kann. Dieses Buch war ein sehr schönes Lesevergnügen, welches in einem ungewöhnlichem Rahmen gespielt hat. 
Seine Heimatliebe und Verbundenheit zu Katalonien hat Lluís Llach in den zwei Teilen des Romas begeistert eingebunden und er vermag den Leser damit zu fesseln. Emotionen werden toll rübergebracht, sei es von der *Alten* oder jungen Maria aus heutigen Jahren, die eine schöne Beziehung zum alternden Vater Lorenc pflegt und die Lebens-Geheimnisse ihrer Mutter und Grossmutter erfährt.
Der Roman ist so vielfältig, erzählt von Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern, enthält sehr viele gut beschriebene Nebenprotagonisten, dass man eigentlich nicht möchte , dass der Roman nun endet.

Herzlichen Dank an den Insel-Verlag und den Autor für die Bereitstellung des Leseexemplar. Ein grossartiges Buch, beurteilt mit fünf Sternen von mir.